Die schweren Niederschläge der letzten Tage hatten zur Folge, dass in Eisenerz aus dem Tullgraben ca. 100000 m³ Schlamm und Geröll in Form einer Mure ins Tal raste. Zahlreiche Häuser mussten evakuiert werden, Strom- und Postleitungen wurden zerfetzt, Wasserrohre aus Metall wie Zahnstocher geknickt. Seitens der Bezirkshauptmannschaft Leoben wurde per Erlass der Tullgraben als Katastrophengebiet sowie Sperrgebiet für die Bevölkerung ausgewiesen. Der Einsatz weiterer Einsatzkräfte aus dem Bezirk war erforderlich. Da die Einsatzkräfte in Eisenerz bereits erschöpft waren, wurden wir mit anderen Feuerwehren aus dem Liesingtal um 17.30 Uhr von Florian Leoben über Sirene alarmiert, dass um 20.00 Uhr Treffpunkt in Eisenerz wäre und die dortigen Einsatzkräfte abgelöst werden mussten. In Eisenerz angekommen, wurde das TLFA 3000 Traboch unter Gruppenkommandanten HBI Prein ein Gebiet um die Sprungschanze des NAZ Eisenerz zugewiesen. Was wir dort zu Gesicht bekamen, kann in Worten nicht annähernd beschrieben werden.
Umgehend wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, weiters musste der Wasserstand regelmäßig kontrolliert werden (es bestand die Gefahr einer weiteren Mure). Mittels Tauchpumpen wurde das Wasser aus den evakuierten Häusern befördert und der Einsatzort ständig kontrolliert. Um 06.00 Uhr am darauf folgenden Tag war der Einsatz für uns beendet. Nach einer kurzen Nachbesprechung bei der ÖRK – Bezirksstelle in Eisenerz rückten wir um 07.45 Uhr in unser Rüsthaus ein.






