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Chronik 1793 – 1978

Ereignisse, Tätigkeiten und Schriftstücke

1793

In Timmersdorf wütet eine Feuersbrunst, der fast der ganze Ortsteil zum Opfer fällt. Viele kleine Häuser konnten nicht mehr aufgebaut werden.

1818

Am 16. Jänner war ein so heftiger Sturm, dass viele Häuser abgedeckt und der Kirchturm abgerissen wurde. Freiwillige Helfer unterstützten die Betroffenen beim Decken ihrer Dächer.

1864

Am 10. Mai war in Traboch ein heftiges Gewitter. Der Liesingbach hatte sehr viel Hochwasser. Dem Ortsvorsteher wurde folgende Meldung überbracht: „Weibliche ertrunkene, unbekannte, vom Hochwasser weggetragene Leiche gefunden.“

1865

Am 31. Jänner wurde von der Ortsvorstehung an das Bezirksamt Leoben der Antrag gestellt, die zwei Nachtwächter von Traboch in „Polizei-Wachmänner“ umzubenennen.

1866

Am 22. Feber organisierte die Katestral-Gemeinde Madstein sich eine Feuerspritze, jedoch das Geld zur Bezahlung war nicht zur Gänze vorhanden. Das Bezirksamt Leoben forderte die Gemeinde auf diese Angelegenheit gütlich zu Regeln, oder sich mit dem Bezirksamte in Verbindung zu setzen.

1867

Am 27. Jänner meldete Anton Gröbminger die Fertigstellung des Umbaues seines Hauses. Gröbminger wurde von der Feuerkommission beanstandet, da er in seinem Wohnhaus noch einen Holzkamin hatte und somit die Gefahr eines Brandes für sein Haus und die ganze Ortschaft bestand.

1875

Am 19. November zeigte der Nachtwächter Anton Mohapp den Hausbesitzer Anton Fadinger vlg. Pöckl, wegen grober Verletzung der Feuerschutzordnung an . Am 13. November hatte der Nachtwächter nach dem Gebetsläuten den Fadinger bei „bloßem Kerzenlicht“ angetroffen, als er Getreide einmaß.

1876

In diesem Jahr brannte es einmal in Traboch und einmal verursachte ein Hagelschlag großen Schaden.

1878

Am 2. Mai griff beim Greitbrennen das Feuer auf eine Wiese des Alois Toblier über, welches von freiwilligen Helfern gelöscht wurde.

1878

Am 2. Dezember gab es in Traboch einen heftigen Schneesturm, welcher an Häusern und Bäumen großen Schaden anrichtete.

1879

Am 30. August ging ein derartiger Wolkenbruch über Traboch nieder, dass der Ortsvorsteher einen Bericht an das K.K. Bezirksamt in Leoben mit folgenden Inhalte sandte: „Der Wolkenbruch war so heftig, dass die Nachbargemeinden Kraubath, St. Michael, Kammern und Trofaiach die Bezirksstraße nicht befahren konnten“. Das Haus in Traboch Nr. 4, des Leopold Schmidbauer, wurde beschädigt.

1879

Am 1. September ging von Kammern bis Timmersdorf ein Gewitter nieder, welches die Liesing aus den Ufern treten ließ. Die Überschwemmung war so groß, dass beim Niedermoar 5 Kälber und 3 Schweine und beim Schmiedwirt 1 Schwein und 1 Ziege ertranken. Beim Höllerstall schwammen die Kälber im Wasser. Aus der Schmiede musste eine Mutter mit ihren Kindern aus dem oberen Stock geborgen werden, da sie bei der Haustür nicht mehr heraus konnten.

1879

Der Besitzer Anton Streitmeyer hatte im Liesingbach ohne Genehmigung der Behörde eine Wehr gebaut, welche im Winter das Eis aufstaute. Der Winter war sehr streng und das Eis trat aus den Ufern. Zuletzt standen das Gehöft und einige andere angrenzende Häuser im Eis. Der Grundbesitzer wollte die Schuld dem strengen Winter zuschieben und der von der Behörde verlangten Abtragung der Wehr nicht nachkommen. Er führte mit der Behörde einen Prozess, welchen er verlor. Sein Besitz gelangte binnen eines Jahres zur Versteigerung.

1879

Am 31. Dezember ergoss sich durch Vereisung der Wehr bei der Huemermühle das Wasser des Liesingbaches über das Ortsgebiet. Am 30. Juni des nächsten Jahres war der Schaden an der Wehr noch immer nicht behoben und die Behörde musste einschreiten.

1880

Der Ortsvorsteher bietet bei einem Brand den Bauern für die Beistellung von Gespannen für einen Einspänner per halben Tag, 1 ½ Gulden, ganztägig 3 und für Zweispänner das Doppelte aus der Gemeindekasse. Ausserdem erhält der erste, welcher sich beim Feuerwehrlokale einfindet als Prämie 2 Silbergulden und der zweite 1 Silbergulden.

1880

Am 25. April berichtet der Ortsvorsteher dem k.k. Bezirksamte über die vorgenommenen Feuerpatrouillen in Traboch.

1880

Am 25. April meldet die Gemeindevorstehung die Sturm- und Schneeschäden, die im Winter im Gemeindewald entstanden waren. „Der Winter war so arg, dass im Wald viel Schneebrüche waren und der Sturm viele Bäume umriß.“

1880

Am 28. April spendete die Gemeinde dem Grundbesitzer Johann Schinnerl 5 Gulden, da sein Besitz vollständig abgebrannt war.

1880

Am 1. Juni wird von der Gemeinde das Protokoll über die vorgenommene Durchführung der Feuerkommission dem k.k. Bezirksamt übermittelt. In diesem wird bemerkt, dass in Traboch keine sanitären Gebrechen festgestellt werden.

1880

Am 13. Juni wurden Timmersdorf und Traboch von heftigen Gewittern mit Hochwasser heimgesucht. Der Besitzer Anton Streitmayer hatte großen Schaden zu verzeichnen und die Wehr des Herrn Wöhry im Krebsbache wurde weggerissen. Sie wurde auf Betreiben der Behörde bis September wieder hergerichtet.

1880

Am 12. Juli gab es in Traboch und Madstein-Stadlhof großen Hagelschlag, welcher auch einige Häuser beschädigte.

1880

Am 31. Juli ersuchen die freiwilligen Brandhelfer bei der Gemeinde um eine „Remuneration für die Thätigen beym Brande des Franz Grießer“.

1880

Am 10. Oktober wurde Herr Steinkellner zum abendlichem Rundgang zur Feuerbeobachtung mittels Dekret bestellt, wofür er ein monatliches Salär erhielt.

1883

Am 29. April wurde Mötschendorf von einem verheerenden Brand heimgesucht und zum Großteil eingeäschert. Die Mehrheit der Betroffenen war nicht ausreichend versichert. Es entstand ein Schaden von 20.000.- Gulden.

1883

Am 4. Juli kauften sich die Feuerwehrmänner von Traboch, die freiwillig ihren Dienst versahen, eine Feuerspritze, und legten die Rechnung der Gemeinde zur Begleichung vor. Die Gemeinde schickte die Rechnung mit der Begründung, dass sie nicht zuständig sei, an die Feuerwehrkameraden zurück.

1883

Am 17. November war in Timmersdorf ein Hausbrand mit großem Sachschaden. Mehr als ein halbes Jahr später verlangte die Bezirksbehörde einen Bericht und der Entstehungsursachen.

1884

Am 20. April stellte die Bezirksbehörde von Leoben eine Anfrage an die Gemeindevorstehung, ob der Rauchfangkehrer Bräuer, welcher für Traboch zuständig war, auch „angenehm“ wäre.

1886

Am 8. Mai erteilte das Bezirksamt Leoben eine Weisung zur richtigen Aufbewahrung der Feuerleitern in Traboch. Der Ortsvorsteher Alois Toblier zitierte den Besitzer vlg. Wangler zu sich und beauftragte diesen die Feuerleitern vorschriftsmäßig an seinem Hause anzubringen.

1886

Am 3. Juni gab es in Traboch ein schweres Hagelwetter, welches an Häusern und Feldern großen Schaden anrichtete. Ein Steuerinspektor nahm den Schaden auf und die Betroffenen wurden, soweit sie versichert waren, entschädigt.

1886

Am 31. Juli wurde bei der Spritzhütte in Timmersdorf ein Zubau fertiggestellt.

1887

Am 4. April erlässt das Bezirksamt Leoben ein Rundschreiben an alle Gemeinden ihres Bezirkes über die Handhabung des Feuerlöschwesens. Alle Gemeinden hatten ihre vorhandenen Löschgeräte zu melden.

1887

Am 1. Mai wurden die Gemeinden Trofaiach, St. Peter, Donawitz, Leoben, St. Michael und St. Stefan informiert, dass Clement Riegler aus Traboch ein „Schlagbrennen“ durchführen werde.

1887

Am 9. Juli gelangen durch den Bezirksausschuss Leoben an bedürftige Feuerwehren aus dem Feuerwehrfond Zuschüsse zur Auszahlung.

1887

Am 3. August ging in Traboch ein schweres Gewitter nieder, welches große Hagelschäden verursachte.

1889

Am 18. August meldet Josef Wöhry der Gemeinde, dass er die im Sommer durch Hochwasser weggeschwemmte Wehr am Veitscherbach wieder neu erbaut habe.

1889

Am 3. November meldet die Gemeinde dem Bezirksamte die vorgenommenen Aufräumungsarbeiten, welche nach heftigen Stürmen im vergangenen Winter im Gemeindewald notwendig gewesen waren.

1890

Am 22. März ersucht die Betriebsdirektion der K.u.K. Rudolfsbahn Villach die Ortsvorstehung um Überprüfung der Schleussenvorrichtung am Liesingbache, da dieser ausgetreten sei und die Bahn gefährde.

1890

Die Gemeindevorstehung beauftragte Franz Stegmüller die Sträucher und den Straßenkot, welche er in den Liesingbach geworfen hatte, sofort zu entfernen, um die Entstehung eines Staues zu verhindern. Stegmüller kam dieser Aufforderung nicht nach und das nächste Gewitter ließ den Liesingbach über die Brücke fließen. Stegmüller wurde am 28. 8. von der BH-Leoben zur Bezahlung von 6 Gulden und 97 Kreuzer als Strafe verurteilt.

1890

Am 10. Mai brannten am Abend zwischen Traboch und Kammern eine Wiese und der angrenzende Wald.

1890

Am 30. Dezember war in Mötschendorf bei vlg. Gloßner ein Zimmerbrand, welchen die Wehrmänner aus Traboch-Timmersdorf löschten. Da die Wehrmänner einige Geräte brauchten, aber kein Geld zur Anschaffung hatten, richteten sie an den Bürgermeister, in Anbetracht ihres Erfolges bei den Löscharbeiten, folgendes Schreiben: „Wegen geleisteter Hilfe und richtiger Lokalisierung des Brandes scheint es gerechtfertigt, die Anschaffung der nöthigen Gerätschaften zu erwirken“.

1891

Am 7. Jänner verstarb der langjährige Nachtwächter von Traboch, Josef Bacher.

1892

Am 14. April wurde Jakob Zechner aus Timmersdorf aufgefordert den rückständigen Geldbetrag von 14 Gulden an den Nachtwächter zu bezahlen. Zechner sagte, dass von ihn nie ein Betrag eingefordert worden war, und beglich die Nachtwächtergebühr sofort.

1892

Der Nachtwächter von Timmersdorf war schwer erkrankt und bedurfte der Behandlung eines Arztes. Da der Nachtwächter dringend benötigt wurde, genehmigte die Ortsvorstehung die Verabreichnung eines Ausweises zur ärztlichen Behandlung.

1892

Am 30. April meldet der Bürgermeister dem Bezirksamte, dass die Ortsteile Madstein, Stadlhof, Traboch und Timmersdorf gemeinsam 3 Wagenspritzen und 5 Handspritzen besäßen.

1892

Am 14. Juni war Hochwasser und die Bauern versuchten ihre Tiere vor diesem zu schützen, indem sie diese vom Liesingbache fernhielten bzw. wegtrieben. Der Knecht Ferdinand Mayer wollte ein Kalb retten, fiel in die hochwassertragende Liesing und verschwand in den Wellen spurlos.

1892

Am 25. Juni wurde Karl Stadlober mittels Dekret aufgefordert in seinen neu erbauten Nebengebäude, welches als Wohnung diente, sofort einen Kamin aufzustellen, ansonsten die Vermietung untersagt werde.

1893

Am 20. August richteten schwere Gewitter mit Hagelschlägen große Schäden in Traboch an. Eine Kommission stellte am 28. August einen Schaden von 820 Gulden fest.

1893

Im Oktober stellte der Bürgermeister von Traboch an den steiermärkischen Landesausschuss den Antrag für Traboch unentgeltliche Löschgeräte aus dem Landesfeuerwehrfond zur Verfügung zu stellen. Dieser Antrag wurde am 31. 10. 1893 abgelehnt.

1894

Am 4. Juni wird gemäß Rundschreiben der Landesregierung Steiermark verfügt, dass die Landsturmpflichtigen bei Ausbruch eines Feuers, zur Bekämpfung heranzuziehen sind.

1894

Am 14. August erbaute Jakob Wöhry am Veitscherbach wieder eine Stauvorrichtung. Die Anrainer wurden zur Bauverhandlung eingeladen. Obwohl die Geladenen wussten, dass diese Wehr bei großen Unwettern eine Gefahr für sie darstelle, wurden ihre dargebrachten Bedenken in Frage gestellt und die Wehr genehmigt. Wöhry war in seiner Begründung der Bauausführung, vor allem aber durch seinen Reichtum, bei der „Commission“ glaubwürdig. Die Anrainer machten eine schriftliche Eingabe, in der sie ihre Argumente darstellten. Am 22. 11. wurden die Einwände der kleinen Bauern und Bürger durch eine andere Kommission neuerlich geprüft und es wurde ihnen Recht gegeben. Die Wehr musste abgerissen werden.

1894

Der Landesausschuss der Steiermärkischen Feuerwehren berichtet, dass die Ortsvorstehungen sich nicht oder viel zu wenig um die Belange der Freiwilligen Feuerwehren kümmern. Auch in Traboch wäre die Forcierung einer vereinsmäßigen Gründung empfehlenswert.

1894

Am 3. September werden für den Ankauf von Schläuchen für die Trabocher Feuerwehr 4 Gulden ausgegeben.

1894

Am 31. Dezember werden an Jakob Ebner für Ausbesserungsarbeiten am Feuerwehrdepot der Betrag von 3 Gulden und 40 Kreuzer bezahlt.

1895

Die Nachtwächter Oswald Fadinger und Anton Mohapp erhalten je 4 Gulden per Monat an Honorar.

1897

Am 1. August verursachte ein Hochwasser große Schäden an Wirtschaftsgebäuden und Felder. Die Betroffenen wie Josef Eder, Konrad Troll, Lorenz Eisl und Franz Toblier aus Stadlhof forderten Entschädigungen vom Land zumindest aber einen Steuernachlaß.

1898

Die Bezirkshauptmannschaft von Leoben erlässt eine Kundmachung, worin die Einführung der Sonntagsruhe auch im Gemeindeamt zu gelten habe. An Sonntagen, ferner am Neujahrstage, zu Fronleichnam- und an den Weihnachtstagen wird der Parteienverkehr im Amte auf die Zeit von 9 bis 11 beschränkt.

1898

Am 24. Mai richtet die Bezirkshauptmannschaft Leoben ein Schreiben an alle Bürgermeister betreffend die Hochwasserschäden in den Gemeinden. Viele Schäden ließen sich verhindern, wenn eine entsprechende Reinigung der Flüsse, Bäche und sonstigen Wasserläufe vorgenommen werden würde.

1899

Am 5. April wurde an den Ortsvorstand und an sämtliche Besitzer von Traboch ein „Curante“ (öffentliches Schreiben der Landesregierung) gesandt, in welchem alle aufgefordert wurden in der Ortsgemeinde eine Freiwillige Feuerwehr zur gründen.

1900

Am 25. Februar richtet der Bezirksausschuss an alle Fuhrwerksbesitzer ein Schreiben in welchem diese aufgefordert werden im Brandfalle ihre Fuhrwerke zur Beförderung von Mannschaft, Spritzen und Gerät zur Verfügung zu stellen. Für diese Beistellung wird eine dementsprechende Vergütung zugesichert.

1900

Am 24. Mai trägt der Bezirksausschuss in einem Schreiben den Feuerwehrkommandanten auf, bei allen Ausrückungen den Bürgermeister des betroffenen Brandortes, zu verständigen.

1900

Der Landesfeuerwehrausschuss in Graz gibt bekannt, dass für die nach Ausfahrten zu Brandplätzen erkrankten Pferde, eine Entschädigung zur Verfügung gestellt werden kann.

1901

In diesem Jahr findet eine internationale Ausstellung für Feuerschutz in Berlin statt, zu der

auch die österreichischen Kameraden herzlichst eingeladen werden.

1904

Am 22. September richtet die Bezirkshauptmannschaft Leoben eine Schreiben an die Gemeinde, dass bei jeder Feuerbeschau auch der Kaminkehrer dabei sein muss.

1904

Das Feuerwehrdepot von Timmersdorf hier noch ohne Steigturm.

Historische Ansicht von Timmersdorf, ein Pfeil markiert das Feuerwehrdepot noch ohne Steigturm (1904)

1904

Am 4. Juli schlug im Stadel des Besitzers Wöhry der Blitz ein, wobei das Gebäude völlig eingeäschert wurde.

1905

Am 11. August berichtet die Gemeinde an das Bezirksamt, dass alle Gasthäuser im Gemeindegebiet auf Feuersicherheit geprüft wurden und es keine Beanstandung gegeben hat.

1907

Der Ortsvorsteher meldet in einem Schreiben vom 12. Mai der Bezirksbehörde, dass der Liesingbach infolge eines verheerenden Gewitters übergegangen sei und Höfe unter Wasser stünden. In Timmersdorf stand das Anwesen der Magdalena Toblier unter Wasser, 5 ha Wiesen waren überflutet und das Vieh musste evakuiert werden. Die Kunstmühle der Besitzerin Martha Huemer war seit dem Hochwasser außer Betrieb, da seit 4. Mai alles unter Wasser stand. Die Felder waren auf Jahre verwüstet, der Humus abgeschwemmt und die Felder mit Steinen und Geröll überschwemmt.

1908

Am 3. Mai wurde von der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf von der Feuerwehr St. Michael eine alte Dampfspritze angekauft.

1912

Ein Brief der Feuerwehr St. Michael an die Trabocher Wehrkameraden:

„Geehrter Herr Kollega! Mit dem Ersuchen, um gefällige Mitteilung, ob die anlässlich des Leichenbegängnisses des verstorbenen Herrn Richl, anwesend gewesenen Feuerwehren ein Freibier guthaben, bei wem und welches Quantum, da Herr Juritsch auf Grund eines solchen Guthaben am Stefanitag nach Traboch einen Ausflug beabsichtigt. Da dies zweifelhaft erscheint und die auswärtigen Feuerwehren den einheimischen nicht ein eventuell kleines Quantum Bier wegtrinken wollen, wird um diesbezügliche Mitteilung ersucht. Mit herzlichem Gruß Wiedenegger.“

1912

Am 5. Mai überreichte der Bürgermeister Heinrich Langanger der Feuerwehr Madstein-Stadlhof eine Subvention für ihre Neugründung von 100 Kronen. Den selben Betrag erhielt auch die Feuerwehr Traboch-Timmersdorf am 27. Oktober für ihre Gründung.

1912

Gruppenfoto der Feuerwehrmänner bei der Gründung der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf (1912)

Am 7. Juni wurde die Freiwillige Feuerwehr Traboch-Timmersdorf gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Heinrich Langanger, Pfarrer P. Traschwandner, Ludwig Umenhofer, Franz Toblier, Eduard Rothmann, Johann Nebel, Jakob Zechner, Leopold Temmel, Ferdinand Angerer, Otto Angerer, Friedl Angerer, Franz Schieberl, Rudolf Kahr sowie die Herren Richl, Kusebauch und Russold.

Reihe stehend v.l.: Johann Nebel, Eduard Rothmann, Heinrich Langanger, Ludwig Umenhofer,

Rudolf Kahr und Franz Schieberl.

1913

Bericht der Bezirkshauptmannschaft Leoben über die vorgenommene Feuerbeschau in Traboch: „Die Feuerbeschau in Traboch ergab, dass nur eine Beanstandung zu verzeichnen war, der Ortsvorsteher zu belobigen sei und der Dank für dieses Ergebnis den Freiwilligen Feuerwehren Traboch-Timmersdorf und Madstein-Stadlhof für ihre fürsorgliche Arbeit auszusprechen sei.“

1914

Am 26. Feber war in Dirnsdorf ein Brand ausgebrochen. Am 2. März bedankte sich Herr Zötsch schriftlich bei den Wehrkameraden von Traboch-Timmersdorf für ihre Teilnahme an den Löscharbeiten.

1914

Am 21. März wurden von der Gemeindevorstehung 30 Kronen für Löschunkosten an die Feuerwehr Mautern bezahlt.

1916

Am 4. September wurde im Ortsbereich eine Feuerbeschau durchgeführt und alles für in Ordnung befunden.

1917

Am 10. August fordert der Landesausschuß Graz, dass alle Übelstände in feuerpolizeilicher Hinsicht binnen 4 Wochen zu melden sind.

1918

Am 15. Dezember erhält die Ortsfeuerwehr für ihre Einsätze von der Bezirkshauptmannschaft Leoben 420 Kronen Vergütung.

1919

Am 2. Mai berichtet die Bezirkshauptmannschaft Leoben, dass der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf eine Dampfspritze überlassen wird.

1921

Für die zur Verfügungstellung von einem Paar Pferden erhielt der Beisteller für die Hin- und Rückfahrt einschließlich Wartezeit eine Gebühr: Sie betrug bei Tag, das war von 6 – 18.00 Uhr, für jede Stunde 25 Kronen (Inflationskronen), in der Nacht 35 Kronen. Der Kutscher, welcher als erster ankam, erhielt 50 Kronen, jeder weitere 30 Kronen als Belohnung.

1922

Am 22. September mussten die Ortsfeuerwehren von Madstein-Stadlhof und Traboch-Timmersdorf einen Kostenrückersatz von 420 Kronen an die Gemeinde leisten.

1925

Brandruine eines Gebäudes mit einem Auto davor, vermutlich der Obermoarhof nach dem Blitzschlag (1925)

Am 23. Juli schlug der Blitz im Wirtschaftsgebäude des Besitzers Heinrich Langanger vlg. Obermoar ein. Bei den Löscharbeiten kam der Feuerwehrhauptmann Sepp Mayr ums Leben und ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt.

Nachstehend ein Nachruf an den bei diesem Brand ums Leben gekommenen Kommandanten Sepp Mayr.

Das abgebrannte Wirtschaftsgebäude vom Obermoarhof

Porträt von Feuerwehrhauptmann Sepp Mayr mit Nachruf; er kam 1925 beim Brand des Obermoarhofes ums Leben

Sepp Mayr war ein stiller, unermüdlicher Arbeiter. Fast täglich konnte man ihn schon zu früher Morgenstunde im Rüsthaus finden. Er prüfte alles, legte überall selbst Hand an und war sorgsam bedacht auf die Erhaltung der Schlagkraft und auf die ständige Bereitschaft der Wehr. Zu seiner Zeit vollzog die Freiwillige Feuerwehr und Rettungsabteilung Leoben den Übergang zur heutigen modernen Ausrüstung. Um so schwerer traf die Wehr das Unglück des 23. Juli 1925, des schwarzen Tages der Leobner Wehr. Sepp Mayr weilte am Abend diesen Unglückstages im Kreise einiger Kameraden als die Wehr alarmiert wurde und die Nachricht eintraf, daß die Leobner Feuerwehr und Rettungsabteilung zur Hilfeleistung bei einem Brand in Timmersdorf gerufen werde. Als gäbe es Unglücksahnungen, äußerte sich damals Sepp Mayr zu seinen Kameraden, daß er heute nicht gerne ausrücke und lieber zu Hause bliebe. Im nächsten Augenblicke aber siegte schon wiederum sein Pflichtgefühl. Er eilte in das Rüsthaus und rückte mit der Autolöschung aus. Es sollte seine letzte Ausfahrt werden. Es war ein Gewitterabend.

Es regnete in Strömen, unaufhörlich rollte der Donner, zuckten die Blitze. In Timmersdorf hatte der Blitz in das Wirtschaftsgebäude des Bürgermeisters Heinrich Langanger eingeschlagen. Am Brandplatze erschienen die Feuerwehren von Traboch-Timmersdorf, Seiz, Gai, St. Michael und Leoben. Am Brandplatze waren die Feuerwehren angestrengt tätig, um das gewaltige Feuer einzudämmen, um ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern. Das Vieh konnte gerettet werden. Die in der Nähe des Brandplatzes vorbeifließende Liesing, die zu Speisung der Spritze benützt wurde, schwoll zu einem reißenden Strome an. Alle Gewalten der Natur schienen losgebrochen zu sein. Um etwa 9 Uhr abends bemerkte Kommandant Sepp Mayr, daß die Gefahr eines Einsturzes des Mauerwerkes besteht und dadurch die an der bedrohten Stelle arbeitenden Männer bedroht werden. Rasch entschlossen sprang er zu den gefährdeten Kameraden, um sie zu warnen. Im selben Augenblick stürzte die Mauerbank hernieder und die Trümmer begruben Sepp Mayr und unseren Kameraden Erhardt Probst. Sogleich eilten die Kameraden zur Hilfeleistung herbei und im schwerverletzten Zustand mußten sie Sepp Mayr und Erhardt Probst aus den Trümmern ziehen. Sepp Mayr stöhnte aus innerster Seelennot heraus: „Meine arme Frau, meine armen Kinder“. Dr. Tischitz und Dr. Ottenthale leisteten den Schwerverletzten erste Hilfe und brachten sie in das Stefaniespital. Kommandant Sepp Mayr hatte einen doppelten komplizierten Bruch des linken Unterschenkels, schwere Verletzungen am Kopfe, am Ellbogengelenke und Quetschungen am ganzen Körper erlitten. Auch Lähmungserscheinungen traten auf. Bei Sepp Mayr war alle ärztliche Kunst und Pflege vergeblich. Am 27. Juli um ¾ 3 Uhr früh erlag Sepp Mayr seinen schweren Verletzungen.

Am 29. Juli fand die letzte Fahrt des toten Kameraden Sepp Mayr statt.

1928

Am 3. Mai schlug in die Kirche ein Blitz ein, welcher den Wetterhahn, das Dach und die Uhr beschädigte. Am 5. Juli war der Schaden behoben und ein Blitzableiter montiert.

1928

Kassabericht vom Jahre 1928:

Einnahmen

Kassarest am 15. Jänner 1928 S 210,09

Erlös der Wette Eisl und Krenn anläßlich des Eisschießens bei Pichler 10,00

42 Stück Vorverkaufskarten 42,–

Geldspende statt Beste 60,–

Erlös bei der Kassa (Nebel abgeführt) 116 Stück Karten etz. 150,–

Glückshafen – Erlös 502,–

Schaf, versteigert 18,–

Eisstock und Hoserl versteigert 7,–

Lamm, versteigert 15,50

Hampelmann versteigert 5,–

Schweinskopf versteigert 9,50

Milch-Messer an Herrn Franz Toblier in Timmersdorf verkauft 4,–

Spende Cerovaz in Bruck 10,–

Spende Cordon und Kamper Clemens 4,–

Spende Regina Steinkellner in Madstein 5,–

Auftragtasse der Frau Russold verkauft 4,–

Kamper Mitzi und an Frau Wolf zusammen 80 Stück Eier 16,60

Krenn Jakob in Madstein – Spende 10,–

Rücklass des Herrn Schorr zu Gunsten der Feuerwehr 12,20

1 Kipplampe an Frl. Schnecker verkauft 6,–

Reininghaus Spende 10,–

Kipplampe an Herrn Max Angerer verkauft 7,–

Promberger – 1 Henne, Eichhorn 1 Hahn 3,50

Heubrandner – Riegler, 2 Obstbäume 5,–

Frau Russold, 10 Stück Eier 1,50

Herr Kamper, 8 Stück Eier 1,20

Erlös beim Likörzelt, Frl Schnecker 173,10

Nebel hat den Erlös der Kassa abgeführt 288,50

Beitragsleistung der Gemeinde zu den Feuerwehrkosten pro 1927 65,73

Hochfellner Maria, 3 Laib Bauernbrot 4,–

Tanzbodeneinnahmen am 12. August 1928, Lenk abgeführt 33,80

Einnahmen am Kaffeestand, Frau Hartner abgeführt am 5. 9. 134,50

Tuchmäntel wurden verkauft an Stadler, Lenk, Temmel, Langanger 100,–

Gummimäntel wurden verkauft an Bramer, Sommer, Angerer und Weer 40,–

Nettoeinnahme aus der Schießbude 18, 51

Zusammen: S 2.042,18

Ausgaben

Landesverbands- Bezirksverbandsbeitrag , Hilfsschutz pro 1928 S 20,40

Reisespesen nach Leoben, Eintrittskartenblock etc. 5,40

Zehrgeld für Promberger anläßlich des Bestsammelns 14,60

Zehrgeld für Lampl anläßlich Bestsammelns 18,–

Essen für 6 Musikanten und 1 lt. Wein 15,20

für Postporti verausgabt 4,40

Rechnung Nr. 81 vom 16. II. 1928 von Bernhard Schorr in Wien 712,20

Rechnung Withoff&Remiger Leoben, für 300 Einladungskarten 10,20

1 Fass und 20 Flaschen Bier am Florianisonntag den 5. 5. 1928 30,80

Schuchanegg hat die Spritze in Timmersdorf gereinigt 7,20

Rechnung Josef Zeiler, Maurermeister in Trofaiach 51,36

Zehrgeld für Johann Nebel, für Rudolf Kahr und Josef Riegler 15,–

Für geleistete Musik beim Feuerwehrball 1928 (6 Mann a 5,–S) 30,–

An Getränk anläßlich Spritzenputzen in Traboch, konsumiert 8.—

Am 21. 7. 1928 reccomm. Brief an Bezirksobmann Franz Gudera 0,45

Rechnung des Heinz Olbrich in Leoben (33 m Feuerwehrgradl) 110,15

An Frau Theresia Weiss für Monturen- Waschen bezahlt. 8,75

Für 2 Telefongespräche nach Leoben am 31. Juli 1928 1,80

Für Briefmarken und Postgebühr 2,88

Rechnung des Herrn Schneidermeister Alois Pölz aus St. Stefan 86,–

16 Dutzend Sicherheitsnadeln etc. 4,04

Likör, Wurst für Musik und 4 Fl. Knochenöl zum Spritzenölen 47,95

An Getränk nach Generalübung konsumiert (11. VIII. 1928) 8,42

Rechnung Withoff&Remiger Leoben, für 100 Plakate 16,32

Rechnung des Franz Lackner vom 6. August 1928 79,85

Zehrgeld für Drobitsch Rudolf sen. zum Gründungsfest Donawitz 6,–

Zechner Josef, Musikant am Tanzboden (12. 8. 1928) 10,50

Rechnung des Anton Lenk in Timmersdorf v. 12. 8. 1928 72,20

Eine Rechnung bei Frau Maria Karl bezahlt 27,63

Rechnung Josef Zeiler, Maurermeister in Trofaiach 46,51

Zehrgeld für Anton Lenk, Michael Weer und Otto Angerer 15,–

Konzertmusik anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages 100,–

Für eine Extrakappe anläßlich des Verbandstages 6,50

Für Essen und Trinken bei Angerer vor und am 12. 8. 1928 89,60

Zusammen: S 1.683,21

Reinertrag: S 358,97

1929

Porträt eines Feuerwehrmannes in Uniform (um 1929)

Die Kameraden der Trabocher Feuerwehr kehrten nach ihren Einsätzen oder Übungen gerne im Gasthaus Kamper ein. Dieses Gasthaus diente vorwiegend den Einheimischen aber auch Durchreisenden und wurde von vielen als „Volksgasthaus“ bezeichnet. Der Besitzer Eduard Kamper betreute seine Gäste in den kleinen familiär eingerichteten Räumen und konnte sich der Gunst der „Kleinen Leute“ erfreuen. Für den Ausschank und Verabreichnung der Speisen war seine Schwester Maria Kamper (später verehelichte Eisl) verantwortlich. Die Feuerwehrkameraden besuchten mit Vorliebe dieses Lokal, durften sie doch, falls ihre Geldbörse leer geworden war, ihre Zeche anschreiben lassen.

Eduard Kamper war ein großer Gönner der Trabocher Feuerwehr, was auch vielen Kameraden zum Vorteil gereichte, denn so mancher Trunk ging auf seine Kosten.

Eduard Kamper

berichtete, dass es damals bei „Kamper“

das beste „Bratl“ gegeben habe und die Getränke immer vorzüglich mundeten. Nach 63 Jahren hätten sich zwar die Besitzverhältnisse geändert, aber die Qualität der Speisen und Getränke sei immer noch hervorragend, weshalb er, obwohl schon 84 Jahre alt,

als Ehrenbrandmeister noch täglich hier einkehre.

Gasthaus Kamper in Traboch, rechts das Kaufhaus mit Tankstelle (um 1929)

Gasthaus Kamper, rechts Kaufhaus mit Tankstelle

1931

Am 4. Juni wurden das Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude der Amalia Russold, das von Jakob Zechner, sowie dessen Gasthaus ein Raub der Flammen. Neun Feuerwehren aus der Umgebung konnten den Brand nach einigen Stunden löschen. Der Schaden betrug ca. 60.000.—Schilling und war durch die Versicherung gedeckt. Als Brandursache wurde Brandlegung vermutet.

1938

Peter Heubrandner vor den Ruinen seines abgebrannten Elternhauses in Stadlhof (1938)

Am 31. Mai wurde das Wohnhaus und das Wirtschaftgebäude von Johann Heubrandner in Stadlhof ein Raub der Flammen.

Peter Heubrandner vor den Ruinen

seines abgebrannten Elternhauses

1938

Hochwasser des Veitscherbachs nach einem Wolkenbruch in Traboch (1938)

Am 7. August ging ein heftiger Wolkenbruch über Traboch nieder, welcher den Veitscherbach aus seinen Ufern treten ließ und den Eislstadl, sowie den von Kohlbacher überschwemmte und das eingebrachte Heu und Getreide vernichtete. Im Lebensmittelgeschäft Kamper (heute Meisenbichler) stieg das Wasser über den Verkaufsladen, alle Lebensmittel wurden vernichtet. Die Entschädigung von 3.000.—Reichsmark war ein Bruchteil des angerichteten Schadens. Der Ruf nach einer Regulierung des Veitscherbaches wurde immer heftiger. Die Realisierung sollte allerdings noch Jahre dauern.

Vier Frauen der Trabocher Luftschutztruppe mit Helmen und Löschgerät (1940)

1940

In diesem Jahr wurde in Traboch eine Luftschutztruppe, aus Frauen bestehend, gegründet. Ihre Aufgabe lag in der Brandbekämpfung im Falle von Bombenabwürfen über Traboch.

Hier die Damen: Hilde Maxl, Fany Kohlbacher, Luise Prein und Sophie Kohlbacher

1943

Frauen-Löschgruppe während des Zweiten Weltkriegs bei der Ausbildung an der Motorspritze

Da im 2. Weltkrieg die meisten Feuerwehrmänner zur Deutschen Wehrmacht einrücken mußten, wurde unter dem Kommando des Herrn Karl Zinganel in Traboch-Timmersdorf eine Löschmannschaft aus Damen aufgestellt. Diese Löschgruppe bestand aus einem Brandmeister und sechs Helfern. Brandmeister war Frau Luise Prein, welche zugleich die Funktion des Hauptmann-Stellvertreter ausübte. Luise Prein absolvierte einen Maschinisten-Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule in Graz.

Ihr zur Seite standen folgende Damen:

Sophie Kohlbacher,

Hans Drobitsch bei der Ausbildung am Gerät

Inge Kamper,

Brigitte Zechner,

Anna Mühleder,

Justine Maxl und

Hilda Maxl.

1946

Erste gemeinsame Übung nach dem Krieg in Timmersdorf: Feuerwehrmänner verlegen Schläuche an der Spritze (1946)

Die erste gemeinsame Übung nach dem Krieg in Timmersdorf.

Dominikus Gruber mit einigen Wehrkameraden

1947

Übungsbesprechung: Übungsleiter Dominikus Gruber mit Kameraden in Helmen (1946)

Übung mit vorheriger Besprechung. Übungsleiter Dominikus Gruber bespricht mit seinen Kameraden (von rechts:) Karl König, Erich Gruber, Leopold Temmel, Theo Prein, Willi Knotz und Michael Schmagiuk den Übungsplan.

Maschinist Leopold Temmel an der Motorspritze (1946)
Die Motorspritze im Einsatz bei einer Übung (1946)

Maschinist Leopold Temmel Die Spritze im Einsatz

1949

1949

Übung in Traboch auf einer Wiese, mit Walter Pfaller und Karl König (1949)

Übung in Traboch.

Erkennbar v.l. Walter Pfaller und Karl König

1950

Gruppenfoto der Feuerwehrkameraden in Uniform (1950)

Die Feuerwehrkameraden stellen sich dem Photographen

stehend v.l.: Willi Klary, Johann Drobitsch, Karl König, Hptm Ferdinand Simbürger, Dr. Plass, Johann Kurzmann, Dominikus Gruber und Konrad Glantschnig,

kniend v. l.: Johann Semler, Johann Stadler, Erich Gruber, Martin Pfaller und Leopold Temmel.

1950

Anfang Jänner verunglückte Sieglinde Angerer in der Eislkurve tödlich. Die Schülerin wurde von einem Autobus überfahren. Sie war das erste Opfer, welches durch einen Verkehrsunfall in Traboch ums Leben kam.

1950

Im Juli wurde dem Feuerwehrhauptmann Sepp Mayr aus Leoben, welcher im Jahre 1925 bei Löscharbeiten des Brandes am Obermoargut sein Leben lassen musste, eine Gedenktafel gewidmet.

Enthüllung der Gedenktafel für Feuerwehrhauptmann Sepp Mayr mit Ehrengästen (1950)

1) BezHptm Hofrat Dr. Letnig, 2) BezFWKdt Dr. Plass und 3) StadtFWKdt Müller

1950

Am 21. September brannte der Orischnig Stadel der Fa. Zuegg ab. Die Arbeiter der Firma Zuegg hatten diesen Stadel als Lagerraum für persönliche Utensilien und als Stall für Kleintiere benützt. Er brannte vollständig nieder, es konnte nichts gerettet werden.

1952

Am 14. Oktober starb unser Gründungsmitglied und erster Feuerwehrhauptmann Heinrich Langanger. Ihn verdankt Traboch-Timmersdorf, dass die Feuerwehr gegründet wurde.

Parte des Gründungsmitglieds und ersten Feuerwehrhauptmanns Heinrich Langanger (1952)

1954

Am 29. April wird von der Steiermärkischen Landesregierung der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf für die Renovierung ihrer beiden Rüsthäuser ein Betrag von 3.500.—Schilling zugewiesen. Der Betrag wird erst dann ausbezahlt, wenn die Gemeinde oder die Feuerwehr mehr als die Hälfte der Gesamtkosten für die Instandhaltung geleistet hat.

1957

Am 11. Mai wird die erste Feuerwehr-Sirene in Traboch-Timmersdorf installiert.

1957

In diesem Jahr wird ein Kleinlöschfahrzeug von der Firma Robinson in Graz angekauft.

Feuerwehr-Medaille an einem Band (um 1957)

1958

In diesem Jahr gab es im Raume Breitenau und Stanzertal außergewöhnlich starke und lang anhaltende Regenfälle, weshalb Hochwasseralarm gegeben wurde. Alle steirischen Feuerwehren wurden in das Katastrophengebiet zu Hilfe und Aufräumungsarbeiten beordert. Die Feuerwehr Traboch-Timmersdorf war mit 15 Mann vertreten und zwei Tage in ständigem Einsatz. Für ihre besondere Verdienste wurden ihnen die Hochwassermedaille am 21. Mai 1959 von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen. Hier die dem Kameraden Herbert Lackner verliehene Medaille.

1958

Nachstehend angeführte Kameraden treten unserer Wehr als aktive Mitglieder bei:

Alois Fuchs, Franz Sattler, Franz Kolland, Franz Kern jun. Josef Huber, Ferdinand Soric, Ferdinand Simbürger, Heinrich Prettner, Otto Schebath und Herbert Lackner.

In diesem Jahr gehörten der Wehr 25 Kameraden und 1 Mann der Reserve an.

1958

Am 6. Juli wird der Mannschaftswagen und die Motorspritze eingeweiht.

Weihe des Mannschaftswagens: geschmückter VW-Bus, dahinter marschierende Feuerwehrmänner (1958)

Weihe des Mannschaftswagens und der Motorspritze

Weihe der Motorspritze mit Patin Sofie Kohlbacher, Pater Waagen und Ministrant Franz Hamun (1958)

Patin Frau Sofie Kohlbacher, Pater Waagen und Ministrant Franz Hamun

Ehrengäste bei der Weihe des Mannschaftswagens und der Motorspritze (1958)

von links: Pater Waagen, Herbert Lackner, Franz Wlasich, die Patinen Frau Sophie Kohlbacher und

Hilde Kern, BH Hofrat Dr. Letnig mit Gattin, Josef Lentner und dahinter Walter Lackner

1959

Am 1. Jänner waren nachstehende Kameraden aktive Mitglieder der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf:

Familienname Vorname Geboren Dienstgrad Beitrittsjahr

_____________________________________________________________________

Kurzmann Johann 1883 Ehrenhauptmann 1912

Wlasich Franz 1914 Hauptmann 1950

Drobitsch Johann 1911 Brandmeister 1958

Temmel Leopold 1925 Hauptmannstellvertr. 1939

Gruber Dominikus 1910 Brandmeister 1927

Glantschnigg Konrad 1907 Löschzugführer 1939

König Karl 1921 Löschmeister 1938

Angerer Ferdinand 1934 Maschinist 1934

Semler Johann 1925 Oberfeuerwehrmann 1950

Lackner Josef 1930 Oberfeuerwehrmann 1950

Lackner Herbert 1926 Feuerwehrmann 1958

Kohlbacher Artur 1931 Oberfeuerwehrmann 1950

Gansterer Horst 1936 Feuerwehrmann 1956

Sundl Anton 1927 Feuerwehrmann 1956

Fuchs Alois 1929 Feuerwehrmann 1956

Sattler Franz 1928 Feuerwehrmann 1943

Simbürger Fery 1940 Feuerwehrmann 1958

Soric Fery 1930 Feuerwehrmann 1958

Schebath Otto 1931 Feuerwehrmann 1949

Mayer Kajetan 1913 Löschmeister 1935

Kolland Franz 1927 Feuerwehrmann 1958

Kern Franz 1937 Feuerwehrmann 1958

Huber Josef 1924 Feuerwehrmann 1958

Bäckenberger Jakob 1929 Feuerwehrmann 1958

Steinbrenner Johann 1935 Feuerwehrmann 1958

Prettner Heinrich 1941 Feuerwehrmann 1958

1959

Am 15. März wurde die Feuerwehr zur einem Wiesenbrand in Mötschendorf gerufen. 10 Mann löschten den Brand unter dem Wehrhauptmann-Stv Leopold Temmel.

1959

Am 15. März wurden bei der Hauptversammlung Franz Wlasich zum Hauptmann und Leopold Temmel zum Stellvertreter gewählt.

1959

Am 25. April wurde ein Waldbrand bei Ernst Kohlbacher gelöscht. Die Alarmierung erfolgte durch die im Jahre 1957 installierte Sirene.

1959

Am 18. Juni, um 03.45 Uhr, wurde die Wehr zur Brandbekämpfung zum Bauern Troll vlg. Rinner in Stadlhof gerufen. Es rückten 18 Mann aus. Das Wirtschaftsgebäude war nicht mehr zu retten, jedoch konnte ein Übergreifen des Feuers auf das nur 2 m entfernte Wohnhaus verhindert werden.

1960

In diesem Jahr wurde ein Löschwasserbehälter am Veitscherberg für 57 m3 Wasser aufgestellt.

1960

Am 18. August, um 16.00 Uhr, wurde die Wehr zu einem Brand nach St. Michael gerufen. Unsere Wehr rückte im VW-Mannschaftswagen mit 8 Mann aus, leistete wertvolle Hilfe bei der Wasserbeschaffung aus dem 300 m entfernten Bach. Das Hauptwirtschaftsgebäude wurde schwer beschädigt und alle Nebengebäude brannten ab.

1960

Am 23. September besuchte Dominikus Gruber den Gruppenkommandantenlehrgang in Graz und bestand die Prüfung mit sehr gutem Erfolg.

1960

Am 30. Oktober nahm Kamerad Johann Gruber am Leistungswettbewerb teil und erwarb das Bronzene Leistungsabzeichen. Die Kameraden Jakob Bäckenberger, Heinrich Prettner, Erich Reichberger, Otto Schebath, Klaus Lichtenegger, Franz Kern und Helmut Weber errangen das Eiserne Leistungsabzeichen.

1961

Am 5. April, um 14.00 Uhr, wurde die Wehr zu einem Waldbrand in die Gmeingrube bei Trofaiach gerufen. Die Wehr rückte mit 9 Mann aus, um bei der Brandbekämpfung mitzuwirken.

1961

Am 20. Dezember, um 02.00 Uhr, stießen in Traboch zwei Eisenbahnzüge zusammen, wobei bei einem Waggon des Güterzuges in Brand geriet. Unter der Leitung des Hptm-Stv Leopold Temmel rückten 9 Mann zur Brandbekämpfung aus, wobei sie von den Feuerwehren St. Michael und Madstein-Stadlhof unterstützt wurden. Der Brand war sehr schwierig zu bekämpfen, da es minus 12 ° hatte und das Wasser beim Löschen teilweise gefror. Nach sechs Stunden konnte der Brand gelöscht werden.

1962

Am 24. März brannten bei Johann Drobitsch der Wiesenrain und ein Staudenwald, Hauptmann Franz Wlasich löschte den Brand mit 3 Mann in kurzer Zeit.

1962

Am 30 März wurde unsere Feuerwehr zur Bekämpfung eines Waldbrandes nach Auwald und am 3. April nach Kaisersberg gerufen.

1962

Vier Männer vor Bergkulisse, vermutlich beim Ankauf der GUGG-Tragkraftspritze (1962)

Am 27. April wurde eine GUGG-Tragkraftspritze VW-Automat um den Betrag von S.- 33.050.—angekauft.

Diese Spritze wurde in Braunau am Inn zum Verkauf angeboten. Vor dem Kauf wurde diese von den Kameraden Johann Kurzmann, Herbert Lackner, Franz Wlasich, Leopold Temmel und Josef Lackner begutachtet.

v.l.: Johann Kurzmann, Leopold Temmel,

Franz Wlasich und Josef Lackner

1962

Am 14. Mai wurde dem Ehrenhauptmann Johann Kurzmann das Verdienstzeichen mit Urkunde vom Steirischen Landesverband verliehen.

1962

Für Veranstaltungen hat sich die Feuerwehr Traboch-Timmersdorf einen Tanzboden gebaut. Als Schnittlohn und Kleinmaterial wurden 6.600.—Schilling ausgegeben. Bei der Holzschlägerung im Gemeindewald wurde Kamerad Klaus Lichtenegger von einem Baum eingeklemmt und sich eine schwere Hüftluxation zugezogen.

1962

Weihe der GUGG-Tragkraftspritze mit Pater Pius Lackner, Patin Mathilde Kern und Mesner Rudolf Kahr (1962)

Im Sommer wurde die GUGG-Spritze geweiht.

v.l.: Pater Pius Lackner, Patin Frau Mathilde Kern

und Mesner Rudolf Kahr

1964

Der verstorbene Johann Eisl hat den Feuerwehren Traboch-Timmersdorf und Madstein-Stadlhof testamentarisch je ein Gulasch pro Mann und 4 Kisten Bier für jede Wehr hinterlassen. Nach dem Begräbnis wurden von Johann Eisl jun. im Gasthaus Zinganel je ein Gulasch und ein Bier bezahlt. Die Wehren waren aber der Meinung, dass dieses „Legat“ außertourlich zu begleichen wäre.

1964

Porträt von Kamerad August Eichhorn, Gemeindesekretär und langjähriger Schriftführer (1964)

Kamerad August Eichhorn verstarb am 30. Juni. Kamerad Eichhorn war Gemeindesekretär unserer Gemeinde und lange Jahre Schriftführer sowie Berater unserer Wehr.

1965

Am 16. Mai führte die Liesing Hochwasser. Im Bereich des Überschwemmungsgebietes lagerte Holz, welches abzutreiben und die Rotwiesenbrücke zu verklausen drohte. 5 Kameraden unter der Leitung von Herbert Lackner entfernten dieses Holz und bereinigten dadurch die Gefahr.

1965

Am 17. Mai musste Hptm-Stv Leopold Temmel mit 8 Mann zur Hochwasser führenden Liesing ausrücken. An der Wehranlage des Josef Zechner waren Wurzkörper und Holz angeschwemmt die das Wasser hochsteigen ließen. Die Gefahr einer plötzlichen Überschwemmung von Timmersdorf war sehr groß. Nach 3 Stunden harter Arbeit war die Gefahr gebannt. Bei diesem Einsatz erlitt Hptm-Stv Leopold Temmel einen Nasenbeinbruch.

1965

Am 9. August schlug ein Blitz in den Schuppen der Landwirtin Karoline Langanger. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden und ein Weiter greifen des Brandes auf andere Gebäude verhindert werden.

1965

Feuerwehrkameraden aus Madstein-Stadlhof und Traboch-Timmersdorf beim Geburtstag von Bürgermeister Franz Kern (1965)

Anläßlich des Geburtstages von Bürgermeister Franz Kern trafen sich die Kameraden von Madstein-Stadlhof und Traboch-Timmersdorf bei Zinganel.

v.l.: Helmut Weber, Leopold Temmel, Josef Lackner, Johann Drobitsch, Rupert Jansenberger, Franz Hude-Kapeller, Rupert Karpf, Ludwig Karpf, …………. Günter Hatzl, Stefan Hinterholzer, Johann Steinwiedder, Rudolf Loschat, Konrad Glantschnigg, Alexander Kargl, Anton Sundl

1965

Am 8. November zog sich ein Kind der Familie Kainz eine schwere Kopfverletzung zu. Das Kind wurde mit dem Rüstfahrzeug in das Krankenhaus gebracht.

1965

In diesem Jahr wurden Druckschläuche um 19.002,70 Schilling gekauft.

1965

Dem Jahresbericht der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf ist zu entnehmen, dass Franz Wlasich als Kommandant und Leopold Temmel zum Stellvertreter wieder gewählt wurden und 29 Kameraden der Wehr angehörten. Es gab 7 ausgebildete Maschinisten, 13 Kraftfahrer und 6 ausgebildete Mitglieder. Die Feuerwehr besaß 2 Rüsthäuser, wobei das von Timmersdorf einen Steigturm hatte. Es gab 9 Oberflurhydranten und 3 Löschwasserbehältnisse mit 38-, 40- und 70 m3 Wasserinhalt.

Die Wehr besaß einen VW-Kombi Jahrgang 1957, 2 Tragkraftspritzen, eine TS aus dem Jahre 1943 und eine Tragkraftspritze auf Anhänger Baujahr 1962. An Schläuchen waren B-Schläuche der Güte I 100 m, der Güte II 300 m sowie B-Schläuche gummiert 100 m vorhanden.

Weiters waren im Besitze der Wehr: 11 Strahlrohre C und 3 Strahlrohre B, 4 fahrbare Schlauchhaspel, 30 Helme, 9 Hakengurte, 1 tragbare Schiebeleiter, 5 Hakenleiter, 2 Tragbahren, 1 Verbandskoffer, 2 Beleuchtungsgeräte und ein Scheinwerfer. Im Vorjahr waren 35 Übungen und Einsätze durchgeführt worden.

1965

Hofrat Dr. Protas überreicht Leopold Temmel und Karl König Urkunden und Auszeichnungen (1965)

Hofrat Dr. Protas überreicht den Kameraden Leopold Temmel und Karl König Urkunden und Auszeichnung für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen.

1966

Die Wehr braucht für ihre Kameraden dringend Wintermäntel. Es wurden Anbote eingeholt und von einer Firma bereits Mäntel als Muster geschickt, aber nach Ansicht des Hauptmannes muss diese Anschaffung zurückgestellt werden, da andere Ausrüstungsgegenstände noch wichtiger sind.

1966

Die Wehr richtet an die Steiermärkische Landesregierung den Antrag um Beihilfe von 20.000,– Schilling und begründet ihr Ansuchen folgend: „Unser Schlauchbestand ist viel zu klein, Arbeitsmäntel und Uniformmäntel müssen neu angeschafft werden. Mäntel waren nie vorhanden und die Arbeitsuniformen sind alt und schäbig und nicht mehr verwendbar. Das Rüsthaus in Traboch soll aufgelassen werden und alles nach Timmersdorf überstellt werden wo keine zweite Garage vorhanden ist.“

1966

Überflutete Straße beim Hochwasser der Liesing (1966)

Am 16. August führte die Liesing Hochwasser. Durch das verspätete Aufziehen der Fallen an der Wehranlage der Fa. Zuegg stieg das Wasser der Liesing im Staubereich über das Ufer und überflutete zwei naheliegende Wohnhäuser. Die Feuerwehr musste den Keller eines Hauses auspumpen. „Diese Wehranlage war des öfteren schon zu spät geöffnet worden und meist war Überschwemmungsgefahr für die Anrainer gegeben,“ meinte der Einsatzleiter Leopold Temmel.

1966

Am nächsten Tag, dem 17. August wurde Hptm-Stv Leopold Temmel mit 9 Mann nach Mötschendorf gerufen, um dem Landwirt Rauszig erbetene Hilfe zu leisten. Das Hochwasser hatte das Wirtschaftsgebäude unter Wasser gesetzt und die Tiere mussten gerettet werden. Im Haus war der ganze Keller unter Wasser, das von den Kameraden ausgepumpt wurde. Temmel und seine Kameraden waren 16 Stunden im Einsatz und konnten große Schäden vermeiden.

1966

In diesem Jahr wird für jeden Feuerwehrmann eine Arbeitsuniform mit Kappe gekauft und 200 m B-Schläuche und 90 m C-Schläuche angeschafft.

1966

Zubau des Rüsthauses Timmersdorf in Eigenleistung der Kameraden (1966)

Der Zubau des Rüsthauses Timmersdorf geht zügig voran. Über 1.000 Arbeitsstunden wurden von den Timmersdorfern Feuerwehrkameraden geleistet. Aber auch die Trabocher Kameraden waren maßgeblich beteiligt, und für das Decken- betonieren und die Bautischlerarbeiten mitverantwortlich.

Es wurden ein Mannschaftsraum und drei Garagen angebaut.

1966

In diesem Jahr wurden nachstehend angeführte Kameraden für den Dienst in unserer Feuerwehr aufgenommen: Franz Toblier, Georg Fischeneder, Rudolf Loschat, Ferdinand Hammer, Franz Wegscheidler, Heinz Gruber und Walter Lackner.

1966

Feuerwehrkameraden beim Schiausflug auf die Tauplitz (1966)

Unsere Kameraden machen einen Schiausflug auf die Tauplitz.

v.l. Leopold Temmel, Karl König, Klaus Lichtenegger, Johann Steinwiedder,

Günter Hatzl, Alfred Toblier, Helmut Weber und Herbert Lackner

.

1966

Kassabericht vom 31. 12. 1966:

Überschuss aus dem Jahr 1965 S 14.100,34

Reinertrag des Balles am 15. 1. 1966 S 7.413,11

Gemeindebeihilfenrest 1965 S 2.845,50

Mitgliedsbeiträge 1966 S 2.300,–

Florianisammlung S 508,–

Großflugtag am 18. und 19. 6. 1966 S 5.003,–

Insgesamt Einnahmen 1966 S 33.117,05

Wichtigste Ausgaben im Jahre 1966

Fa. Haberkorn für Schläuche und Uniformen S 21.687,40

Für den Rüsthauszubau diverses S 3.044,50

Insgesamt Ausgaben S 27.018,50

Kassastand am 31. 12. 1966 S 6.098,55

Die Landesbeihilfe betrug S 13.000.—und

die Gemeinde leistete S 18.787,77

1967

Am 1. 1. 1967 waren nachstehende Kameraden aktive Mitglieder der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf:

Familienname Vorname Geburtsdatum Dienstgrad Mitglied seit:

______________________________________________________________________

Wlasich Franz 10. 12. 1914 Hauptmann 1950

Kurzmann Johann 25. 7. 1883 E-Hptm u.Kassier 1912

Temmel Leopold 11. 8. 1925 Hptm-Stv 1939

Drobitsch Johann 1. 10. 1911 Brandmeister 1928

Lackner Josef 13. 1. 1932 Brandmeister 1950

Lackner Herbert 20. 9. 1926 Schriftführer 1958

König Karl 22. 1. 1920 Löschmeister 1938

Mayer Kajetan 30. 9. 1913 Löschmeister 1935

Glantschnig Konrad 25. 11. 1907 Löschmeister 1939

Schebath Otto 22. 11. 1931 Löschmeister 1949

Steinbrenner Johann 16. 5. 1935 Löschmeister 1958

Semler Johann 30. 5. 1925 Löschmeister 1951

Kern Franz 31. 1. 1937 Oberfeuerwehrmann 1958

Sattler Franz 18. 12. 1928 Oberfeuerwehrmann 1943

Angerer Ferdinand 22. 8. 1934 Oberfeuerwehrmann 1952

Sundl Anton 1927 Oberfeuerwehrmann 1956

Fuchs Alois 27. 12. 1929 Oberfeuerwehrmann 1958

Lichtenegger Klaus 28. 6. 1943 Oberfeuerwehrmann 1959

Weber Helmut 1. 3. 1935 Oberfeuerwehrmann 1960

Walcher Albert 29. 8. 1936 Feuerwehrmann 1961

Gruber Johann 4. 4. 1927 Oberfeuerwehrmann 1960

Prein Theodor 3. 9. 1934 Oberfeuerwehrmann 1962

Steinwiedder Johann 19. 11. 1938 Feuerwehrmann 1962

Berner Karl 8. 2. 1945 Feuerwehrmann 1962

Hintringer Ernst 28. 12. 1929 Feuerwehrmann 1962

Kargl Alexander 10. 4. 1931 Feuerwehrmann 1963

Schreimeier Rupert 15. 3. 1912 Feuerwehrmann 1963

Hermann Herwig 27. 6. 1942 Feuerwehrmann 1965

Toblier Franz 14. 2. 1946 Feuerwehrmann 1966

1967

Bei dem 1. Bezirksschiwettbewerb der Feuerwehren am Präbichl erreichten die Kameraden unserer Wehr Herwig Hermann, K. Lichtenegger, Helmut Weber und Franz Toblier den 8. Rang.

1967

Wie alljährlich nahmen auch in diesem Jahr unsere Feuerwehrkameraden an der Fronleichnamsprozession teil.

Feuerwehrkameraden in Uniform bei der Fronleichnamsprozession (1967)

1967

Dem Feuerwehrmann Georg Fischeneder wurde vom Bezirkshauptmann Dr. Albert Pfaller, auf Grund seiner mehrmaligen Hochwassereinsätze, die Hochwassermedaille verliehen. Da dieser zum Zeitpunkt der Verleihung seinen Präsenzdienst ableistete, musste um Freistellung in Form eines Sonderurlaubes angesucht werden. Dieser Sonderurlaub wurde genehmigt.

1967

Das Feuerwehrkommando ersucht die Direktion der österr. Alpine Leoben-Donawitz dem Feuerwehrmann Hans Steinwiedder für den Besuch des Gruppenkommandantenlehrganges in der Feuerwehrschule Graz unbezahlten Urlaub zu gewähren. Der Urlaub wurde gegen Ersatz des Karenzgeldes genehmigt.

1967

Am 8. Mai hatte Ernst Kohlbacher seinen Holzschlag abgebrannt. Durch Weiterglimmen brach am 9. Mai ein Brand aus und unsere Feuerwehr wurde zum Einsatz gerufen. Es bestand die Gefahr, dass das Feuer auf den Hochwald übergriffe. Die Feuerwehrmänner versuchten zwischen der brennenden Schlagfläche und dem stehenden Holz einen Graben zu ziehen. An einer angrenzenden Baustelle stand ein Caterpillar . Hauptmann Franz Wlasich erbat von dem Caterpillarfahrer Hilfe und gemeinsam wurde ein breiter Graben errichtet, wodurch ein Weitergreifen des Feuers verhindert wurde.

1967

Am 13. April zog sich OFM Johann Gruber einen Knöchelbruch zu. Schriftführer Herbert Lackner brachte den Verletzten in das Unfallkrankenhaus nach Kalwang.

Porträt von Gründungsmitglied und Ehrenhauptmann Johann Kurzmann mit Auszeichnungen (1967)

1967

Am Montag dem 10. April starb unser Gründungsmitglied und Ehrenhauptmann Johann Kurzmann im Alter von 84 Jahren. Kamerad Kurzmann war 55 Jahre aktives Mitglied unserer Wehr und seit 1928 Kassier. Er war mit 14 Auszeichnungen, zum Teil aus dem 1. Weltkrieg, der höchst dekorierte Feuerwehrmann unserer Gemeinde.

1968

Am 14. Jänner war die Straße nach Timmersdorf wegen starken Schneefall und Schneeverwehungen unpassierbar. Unsere Wehr rückte mit 24 Mann aus und schaufelte die Straße wieder frei.

1968

Am 30. Mai ereignete sich in Traboch, nahe dem Kamperkreuz, ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Toten und einem Schwerverletzten. Unsere Wehr sicherte die Unfallstelle, leitete den Verkehr um und übernahm den Totentransport.

1968

In diesem Jahr wurden Möbel für den Mannschaftsraum um 6.722,10 gekauft.

1968

Am 2. Juni stürzte am Flugplatz in Timmersdorf, kurz nach dem Start, ein Sportflugzeug ab. Beide Insassen wurden getötet. Da vor dem Start das Flugzeug aufgetankt wurde und nach dem Absturz sofort Feuer fing, konnte unsere Feuerwehr trotz raschem Eingreifen, mit den vorhandenen Löschgeräten, ein Ausbrennen des Flugzeuges nicht verhindern. Bis zum Eintreffen der Unfallkommission am nächsten Tag wurde die Brandstätte von unserer Wehr bewacht.

1968

Am 22. Juni ertrank in dem noch im Bau befindlichen Badesee Ignaz Holzer, auf Grund eines Herzanfalles. Die Suche durch unsere Wehr mit nachbarlicher Hilfe der Feuerwehr von St. Michael war wegen mangelhafter Erfahrung und Ausbildung ohne Erfolg. Erst am nächsten Tag konnte der Tote von Sporttauchern aus Leoben gefunden werden.

1968

Am 27. Juni wurde durch ein heftiges Gewitter, welches eine Verstopfung der Kläranlage verursachte, der Keller des Gemeindewohnhauses in Timmersdorf überschwemmt. Die Wehrkameraden mussten den Keller auspumpen.

1968

Am 17. August ertrank am Trabochersee wieder ein Mensch. Unsere Wehr musste diesen mit vier Mann bergen.

1969

Am 15. Juli fand in Leoben ein Rettungsschwimmer-Lehrgang statt an dem von Traboch die Wehrkameraden Johann Steinwiedder, Walter Lackner, Günter Schipfer, Herbert Hackl, Rudolf Loschat, Alexander Kargl und Günter Hatzl teilnehmen.

1970

Am 9. Jänner wird bei der Firma Haberkorn eine Tragkraftspritze – TS 75 Automat – angeschafft und der Betrag von 14.200.—Schilling aus der Wehrkasse bezahlt.

1970

Am 25. März brannte bei Anton Rabl in Madstein das Wirtschaftsgebäude. 15 Mann unserer Wehr, unter dem Einsatzleiter Leopold Temmel, wurden zur nachbarlichen Hilfe angefordert und halfen beim Verlegen der Schlauchleitungen, bei der Brandbekämpfung und beim Viehtrieb.

Kranzniederlegung der Feuerwehrkameraden zum Gedenken an Sepp Mayr (1970)

1970

Vor 45 Jahren musste Feuerwehrhauptmann Sepp Mayr aus Leoben beim Brand des Obermoarhofes sein Leben lassen. Aus diesem Grunde legten die Feuerwehrkameraden einen Kranz am Denkmal nieder.

v.l.: Alois Fuchs, Hans Gruber, Herbert Lackner,

Walter Lackner, Karl König, Anton Sundl, Helli Weber,

….., Walter Gruber, Günter Hatzl, Konrad Glantschnig,

Hans Drobitsch, ….., Kajetan Mayer und Ernst Hintringer

1970

Am 15. September geschah um 22.00 Uhr in Seiz ein Zugunglück. Kommandant Franz Wlasich rückte mit 5 Mann zur Nachbarschaftshilfe aus. Man half mit den tödlich verunglückten Zugführer, Kaltenhofer, zu bergen.

1971

Am 29. April wird von der Firma Schröck in Kammern ein gebrauchter VW-Kombi angekauft.

1971

Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Feber wird dem Hauptmann-Stellvertreter Leopold Temmel vom AK Steinegger das Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark überreicht.

1972

Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Feber legte Franz Wlasich seine Funktion als Wehrhauptmann zurück. Johann Steinwiedder wird zum neuen Hauptbrandinspektor gewählt.

1972

Am 24. Feber drohte wegen Tauwetters eine Überschwemmung der Landesstraße Traboch – Edling. Brandmeister Hans Drobitsch rückte mit 5 Mann aus und stellte fest, dass der Straßendurchlass verstopft war. Nach Behebung des Schadens rückte die Wehr nach 2 Stunden wieder ein.

1972

Am 23. März brannte Frau Eva Herkner in der Nähe ihres Besitzes Stauden ab. Der Brand breitete sich jedoch bald aus und es entstand ein Wiesenbrand, welcher sich bis zum Park auszuweiten drohte. Feuerwehrkommandant HBI Hans Steinwiedder löschte mit Handwerkzeugen diesen Brand.

1972

Am 22. April wurde von der Firma Zuegg die Feuerwehr gerufen, da die Wehranlage durch Hochwasser verklaust war. Die Schützen waren zu spät hochgezogen worden, so dass einige nicht mehr beweglich waren. Treibholz verlegte die Wehranlage, weshalb sich das Wasser staute. Einsatzleiter Leopold Temmel konnte mit 13 Mann in mehrstündiger Arbeit den Schaden beheben.

1972

Am 16. 7. wurde die Feuerwehr wieder in gleicher Angelegenheit zur Firma Zuegg gerufen. Wieder waren die Schützen zu spät hochgezogen worden und die Wehr hat sich verklaust. Das Wasser überflutete bereits die Gemeindestraße, als die Kameraden eintrafen.

1972

Weihe des Mannschaftswagens und der Haberkornspritze mit vielen Gästen (1972)

Am 3. 8. wurden der Mannschaftswagen und die Haberkornspritze eingeweiht. Viele Personen waren zu diesem feierlichen Ereignis erschienen.

Patinen waren die Frauen Maria Mossauer, Irma Sattler und Hermine Rubinigg.

Pater Pius Lackner mit Ehrengästen und Feuerwehrkommandanten bei der Fahrzeugweihe (1972)

v.l.: Pater Pius Lackner, Heinz Ottrin, BH Dr. Robert Kaufmann, BezFKdt Plonner,

Leo Rubinigg, AbschnKdt Karl Steinegger, ÖKR Franz Kern, Kraftfahrer …..,

Hauptmann Hans Steinwiedder.

1972

Am 13. August wurde die Feuerwehr von der Gendarmerie Kammern zur Bergung einer Toten in der Liesing angefordert. Die Frau war vor 14 Tagen als abgängig gemeldet worden. Da Mordverdacht bestand, musste die Leiche, bis zum Abtransport durch unsere Kameraden bewacht werden.

1972

Am 15. August wurde die Wehr von Engelbert Schlager in Gonidorf zu einem Heustockbrand gerufen.

1972

In diesem Jahr wurden Uniformen um 5.232.—Schilling gekauft und Ausrüstungsgegenstände um 20.045.—Schilling angeschafft.

1973

Am 8. Juli brannte auf der Bundesstraße ein PKW. Brandmeister Johann Drobitsch rückte mit 8 Mann aus und löschten das Feuer.

1973

Am 21. Juli verursachte, ca. 250 m oberhalb des Badesees, ein unvorsichtiger Spaziergänger im Wald des Besitzers Johann Machhammer, auf ca. 20 Ar, einen Waldbrand. Brandmeister Johann Drobitsch bekämpfte mit 13 Mann den Brandherd. Es mussten 300 m Schlauch gelegt werden.

1973

Am 17. August brach auf dem Waldstück des Dipl.Ing. Oswald Zechner, vermutlich durch einen weggeworfenen Zigarettenstummel, ein Brand aus. Bei Eintreffen der 10 Feuerwehrmänner unter dem Kommando von Brandmeister Johann Drobitsch standen bereits ca. 1000 m2 Wald in Brand. Zur Bekämpfung des Brandes wurden auch die Feuerwehren Madstein-Stadlhof, Mautern und Trofaiach angefordert. Nach einigen Stunden konnte das Feuer gelöscht werden.

1973

Am 19. August wurde durch Wegwerfen eines Zigarettenstummels im Walde des Herrn Judmayer in Gai ein Waldbrand verursacht. Als HBI Johann Steinwiedder mit 14 Mann am Brandherd eintraf standen bereits ca. 1500 m2 Wald unter Feuer. Es wurde ein Graben gezogen, mit dem Traktor Wasser in einem Jauchendruckwasserfass zur Brandstelle gebracht und mit Eimern der Brand gelöscht.

1973

Am 18. September wurde, vermutlich wieder durch einen weggeworfenen Ziggarettenstummel, beim Besitzer Florian Steinberger am Veitscherberg ein Waldbrand verursacht. HBI Johann Steinwiedder legte mit 10 Mann eine 220 m lange Druckleitung vom Badesee zum Brandherd und konnte das Feuer in 1 ½ Stunden löschen.

1974

Am 24. Juni verursachte ein Sattelschlepper auf der Bundesstraße einen Unfall. Da die Gefahr des Ausfließens von Diesel bestand, musste unsere Wehr mit einem 500 l Auffangbehälter ausrücken. Es musste jedoch nur Bindemittel auf die Fahrbahn aufgebracht werden.

1974

Am 1. August gab es starken Wolkenbruch mit Hagelschlag in Timmersdorf. HBI Johann Steinwiedder rückte mit 24 Mann aus. Es mussten einige Keller ausgepumpt und Bachbettabsicherungen mittels Sandsäcken vorgenommen werden.

1974

In diesem Jahr wurden Uniformen um 10.985.—Schilling gekauft.

1975

Am 13. Feber zündelten Kinder auf der Wiese von Johann Gottlieb. Brandmeister Johann Drobitsch rückte mit 5 Mann aus, 50 m2 Wiese und 200 m2 Jungwald standen in Brand, der in kurzer Zeit gelöscht werden konnte.

1975

Am 22. Mai wurden für den Ankauf eines Mannschafttransporters 63.000.—Schilling bezahlt.

1975

Am 26. Mai wurden 5.000.—Schilling für Mauererarbeiten am alten Rüsthaus in Traboch ausgegeben.

1975

Am 26. Juni wurde das alte Feuerwehrauto um 3.500.—Schilling verkauft.

1976

Am 1. Jänner waren nachstehend angeführte Kameraden aktive Mitglieder der Feuerwehr Traboch-Timmersdorf:

Familienname Vorname Geb.Datum Dienstgrad Mitglied seit:

Steinwiedder Johann 19. 11. 1938 Hauptbrandinspektor 1962

Lackner Josef 13. 1. 1932 Oberbrandinspektor 1950

Wlasich Franz 10. 12. 1945 Ehrenhauptmann 1950

Temmel Leopold 11. 8. 1925 Ehrenhauptmann-Stv. 1939

Drobitsch Johann 1. 10. 1911 Hauptbrandmeister 1928

Steinbrenner Johann 16. 5. 1935 Brandmeister 1958

Lichtenegger Klaus 28. 6. 1943 Verwalter 1959

Lackner Herbert 20. 9. 1926 Verwalter 1958

Toblier Franz 14. 2. 1946 Verwalter 1966

Glantschnigg Konrad 25. 11. 1907 Löschmeister 1939

König Karl 22. 1. 1920 Löschmeister 1938

Semler Johann 30. 5. 1925 Löschmeister 1951

Weber Helmut 1. 3. 1935 Löschmeister 1960

Kern Franz 31. 1. 1937 Hauptfeuerwehrmann 1958

Sundl Anton 26. 12. 1957 Hauptfeuerwehrmann 1956

Gruber Johann 4. 4. 1927 Hauptfeuerwehrmann 1960

Prein Theodor 3. 9. 1934 Hauptfeuerwehrmann 1952

Sattler Franz 18. 12. 1928 Oberfeuerwehrmann 1943

Hatzl Günter 5. 11. 1941 Oberfeuerwehrmann 1963

Hintringer Ernst 28. 12. 1928 Oberfeuerwehrmann 1962

Kargl Alexander 10. 4. 1931 Oberfeuerwehrmann 1963

Toblier Alfred 14. 2. 1946 Oberfeuerwehrmann 1966

Loschat Rudolf 6. 1. 1946 Oberfeuerwehrmann 1966

Hackl Herbert 2. 12. 1950 Oberfeuerwehrmann 1967

Gottlieb Johann 6. 1. 1945 Oberfeuerwehrmann 1966

Skofic Johann 26. 5. 1935 Oberfeuerwehrmann 1971

Lackner Walter 27. 5. 1952 Oberfeuerwehrmann 1967

Rainer Josef 24. 6. 1940 Oberfeuerwehrmann 1973

Geyer Johann 12. 1. 1937 Oberfeuerwehrmann 1971

Strauß Karl 2. 6. 1955 Oberfeuerwehrmann 1973

Gruber Egon 13. 3. 1956 Oberfeuerwehrmann 1972

Keltermann Peter 1. 2. 1945 Oberfeuerwehrmann 1967

Graf Hubert 12. 12. 1959 Feuerwehrmann 1975

Schober Gerhard 31. 1. 1957 Feuerwehrmann 1975

Sundl Erich 17. 6. 1958 Feuerwehrmann 1975

Wegscheidler Johann 24. 6. 1956 Feuerwehrmann 1972

Loschat Franz 8. 5. 1953 Feuerwehrmann 1976

1976

Am 10. Feber wurde eine Schiebeleiter um 7.516.—Schilling gekauft.

1976

Am 31. Mai wurden für die Wehr Uniformen um 19.171.—Schilling ausgegeben.

1976

Am 3. Juli befand sich HBI Johann Steinwiedder am Badesee und beobachtete zwei Badegäste auf dem See. Bald darauf vernahm er Hilferufe und bemerkte, dass einer zu ertrinken drohte. Steinwiedder sprang in das Wasser und rettete den Nichtschwimmer, welcher von einer Luftmatratze gefallen war.

1976

Am 7. Juli brach im Wald des Besitzers Johann Steinberger ein Brand aus. 15 Mann unserer Wehr löschten in eineinhalb Stunden den Brand.

1976

Am 14. Juli wurden die ersten Sprechfunkgeräte um 15.000.—Schilling gekauft.

1976

Am 17. Juli brannte es im Walde des Reitinggebietes. Unsrer Feuerwehr wurde um nachbarliche Hilfe gebeten. Es rückten 15 Mann unter dem Einsatzleiter Sepp Lackner aus. Es brannten ca 5.000 m2 Wald und unsere Kameraden bekämpften dieses Feuer ca. 6 Stunden lang.

1976

Am 22. Juli, um 22.30 Uhr, wurde unsere Wehr vom Alarmzug Göss zu einem Einsatz gebeten. Beim Umfüllen von Schweröl in einen Tankzug waren durch mangelhafte Kontrolle ca. 3.000 kg auf das Werksgelände gefallen. Das Schweröl wurde abgebunden und händisch, mittels Schaufeln, in bereitgestellte Tonnen gefüllt.

1976

Am 26. September war der Fremdenverkehrsverein anlässlich eines Wandertages auf der Bruckmoaralm. Um 14.30 Uhr erlitt der Sanitäter Bernd Milcher einen Herzanfall. HBI Johann Steinwieder und 4 Mann brachten den Patienten in das Krankenhaus Leoben. Während der Fahrt wurde von Steinwiedder Herzmasage und Mund-zu-Mund-Beatmung vorgenommen. Bernd Milcher konnte Dank raschen Eingreifens und richtigen Handelns bald wieder das Krankenhaus verlassen.

1976

In diesem Jahr wurden die ersten 2 Stück Funkgeräte angeschafft.

1977

Am 7. April, um 14.30 Uhr, wurde die Wehr zur Nachbarschaftshilfe nach Stadlhof gebeten. Bei Ernest Delamea war Wasser in den noch nicht fertig gedeckten Keller gedrungen und musste ausgepumpt werden.

1977

Am 12. Juli, um 15.00 Uhr, wurde von der Gendarmerie St. Michael die Hilfe unserer Wehr bei einem Verkehrsunfall erbeten. OBI Sepp Lackner rückte mit 8 Mann aus und half bei den Aufräumungsarbeiten, dem Wegschaffen der beschädigten Fahrzeuge sowie dem Freimachen der Bundesstraße.

1977

Am 9. August, um 05.20 Uhr, wurde unsere Wehr zu einem Verkehrsunfall nach St. Michael gerufen. Einsatzleiter OFM Alexander Kargl und 4 Mann waren maßgeblich für das Entfernen der Verkehrshindernisse und die Freigabe der Bundesstraße verantwortlich.

1977

Am 9. August, um 14.00 Uhr, ging ein schweres Gewitter über Timmersdorf nieder. HBI Johann Steinwiedder und 15 Mann mussten die Straße in Timmersdorf von der Vermurung freimachen und mit Wasser reinigen.

1977

Am 6. Dezember wurden die ersten Atemschutzgeräte um 13.145.—Schilling angekauft.

1978

Am 20. Mai, um 04.45 Uhr, wurde die Feuerwehr von Augustin Maier um rasches Erscheinen gebeten. Der Einsatzleiter Sepp Lackner rückte mit 12 Mann aus und musste einen Selbstmörder der seinen Freitod durch Strangulierung herbeigeführt hatte, bergen.

1978

Am 10. Mai, um 09.30 Uhr, wurde die Feuerwehr unter dem Einsatzleiter Sepp Lackner mit 5 Mann zu einem Heubrand bei Hebenstreit in Trofaiach gerufen. Die Feuerwehrmänner zerrissen den Heuhaufen und bewässerten diesen bis „Brand aus“ gegeben werden konnte.

1978

Am 9. September, um 03.00 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Autobrand gerufen. Der Autobesitzer Helmut Strauß aus Timmersdorf dürfte unsachgemäß beim Reparieren seines Fahrzeuges mit Licht und Feuerzeug umgegangen sein und dabei sein Auto entzündet haben. Beim Eintreffen des Einsatzleiters Hans Steinbrenner mit 3 Wehrkameraden brannten bereits der Kofferraum und die Reifen. Mit Handfeuerlöschern wurde der Brand gelöscht. Karl Strauß, der Bruder des Autobesitzers Helmut Strauß, verbrannte sich an der Hand und musste in das Landeskrankenhaus Graz gebracht werden.

1978

Am 30. Oktober wurde unsere Feuerwehr zur nachbarlichen Hilfe gerufen. Bei Siegfried Skarke in Mötschendorf brannte das Haus. Der Einsatzleiter HBI Johann Steinwiedder rückte mit 12 Mann mit schwerem Atemschutzgerät aus. Das Einfamilienhaus brannte im Erdgeschoß und auch 2 Sparren des Dachstuhles standen bereits in Flammen. Das neue 12 kg Handfeuerlöschgerät erwies sich bei diesem Einsatz als besonders nützlich.

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