Freiwillige Feuerwehr

TRABOCH-TIMMERSDORF

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Zusammenlegung der Feuerwehren

 
In der Nähe des Kreisverkehrs wurde nun mit den Bau des neuen Rüsthauses für rund 1,6 Millionen Euro inkl. Steuern begonnen. Dieses neue Rüsthaus wird eine monatliche Leasingrate von rund 3.500,- Euro auf 30 Jahre kosten. Das Haus bietet Platz für beide Ortsfeuerwehren, obwohl nur eine Wehr einziehen wird. Die Feuerwehr Traboch-Timmersdorf hat sich bereits seit 2005 und mehrmals in den letzten Jahren gegen eine Zusammenlegung bzw. gegen ein gemeinsames Rüsthaus ausgesprochen. Trotz diesen Tatsachen und gegenteiliger Abmachungen mit dem Landesfeuerwehrverbandes wurde das "Monsterprojekt" (Aussage von Landesfeuerwehrkommandant A. Kern) durchgezogen.

Zu dieser Thematik gab unser Feuerwehrkommandant und Gemeinderat Johannes Prein eine Stellungnahme bei der Gemeinderatsitzung am 28. März 2011 ab: Stellungnahme

Meinung und Bericht der FF Traboch-Timmersdof zum Thema Zusammenlegung (12.2.2011)
Zusammenlegung bringt für uns keinen Vorteil


Die Mitglieder der FF Traboch-Timmersdorf haben sich seit Anfang 2005 aus mehreren Gründen gegen diese Zusammenlegung ausgesprochen.

Bei diesem geplanten Projekt würde es keinen einzigen Vorteil geben. Nicht für:
  • die Feuerwehren und dessen Mitglieder
  • die Bevölkerung
  • das Einsatzgeschehen
  • die Feuerwehrkosten und Feuerwehrbudget
Seitens der FF Traboch-Timmersdorf sprechen zusätzlich folgende Argument  gegen dieser  Zusammenlegung:
  • Rüsthaus in Timmersdorf: Unser Rüsthaus ist erst 25 Jahre alt und in einem Top-Zustand. Dieses Rüsthaus wurde in den letzten Jahren kontinuierlich renoviert und auf den neuesten Stand der Technik, der für das Feuerwehrwesen nötig ist, gebracht. Es wäre pure Geldverschwendung dieses Gebäude zu vernichten.

 * Link zum Rüsthaus Timmersdorf *

  • Neuer Standort: Der Anfahrtsweg für rund 95% unserer Kameraden und Kameradinnen würde im Schnitt 6mal länger sein wie bisher. Einige Kameraden laufen oder fahren bei einem Einsatz mit dem Rad zum Rüsthaus. Beim neuen Standort würden alle bei jedem Einsatz ein Auto benötigen.
  • Keine Kostenersparnis: Es werden bei dem geplanten Projekt nachweislich in den nächsten 50 bis 60 Jahren keine Kosten seitens der Gemeinde und des Feuerwehrwesens gespart. Im Gegenteil mit diesem Projekt würden Unsummen von Steuergeldern verwendet werden.
  • Feuerwehrseite: Seitens des Einsatzgeschehens würde es ebenfalls keine Vorteile geben. Man ist keine Sekunde schneller beim Einsatzort, und es würde sich auch nicht die Zahl der Einsatzkräfte erhöhen sondern wegen dem Anfahrtsweg (jeder braucht ein Auto) eher verkleinern. 
  • Menschliche Seite: Eine Feuerwehr lebt und stirbt mit ihren Kameraden und Kameradinnen. Die Kameradschaft ist das wichtigste einer Wehr. Bei uns gibt es eine intensive Kameradschaft, die auch gelebt wird. Des Weiteren haben beide Wehren unterschiedliche gewachsene Strukturen, Führungsstile und Anschauungen, die zurzeit nicht gut zusammen passen. Bei einer Zwangsfusion wäre daher mit einem starken Schwund der Mitgliederzahl zu rechnen.
Auch unser Landeshauptmann Franz Voves ist ebenfalls gegen einer solchen Zusammenlegung und teilte uns das auch schriftlich mit:

„Als zuständiger Feuerwehrreferent des Landes habe ich natürlich allerhöchstes Interesse, dass es zu einer derartigen Schwächung des steirischen Feuerwehrwesens nicht kommt. Ich habe mich daher immer gegen eine derartige Zwangszusammenlegung ausgesprochen....“ 
(Auszug aus dem Brief vom 13. Sep. 2010, von Landeshauptmann F. Voves)



Abstimmung im Zuge einer Wehrversammlung


Am 27.Jänner 2011 wurde, auf Wunsch des Landesfeuerwehrverbandes, zu dieser Thematik letztmalig bei einer Wehrversammlung der FF Traboch-Timmersdorf über eine mögliche Zusammenlegung oder gemeinsames Rüsthaus abgestimmt. 100% der Kameraden und Kameradinnen haben sich wiederum gegen dieses Projekt ausgesprochen. Dieses Wahlergebnis wurde dem Landesfeuerwehrverbandes und Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern wie gewünscht übermittelt. 


"Dieses Ergebnis ist nunmehr als bindend anzusehen und es hat zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Sinn, weitere Gespräche in diese Richtung zu führen." 
(Auszüge aus dem Brief des Landesfeuerwehrkommandant A. Kern an BM Ök.-Rat F. Toblier. Die ganzen Briefe finden Sie weiter unten)



Vereinbarter Lösungsvorschlag


Seitens des Landesfeuerwehrverbandes wurde bei einem Gespräch, das bereits am 13. September 2010 stattfand und schriftlich festgehalten wurde, mit der Gemeinde (Bürgermeister, Gemeindekassier und Landesfeuerwehrkommandant) vereinbart, dass die FF Madstein-Stadlthof ein für ihnen entsprechendes Rüsthaus bekommen sollte, falls es zu keiner Zusammenlegung der Feuerwehren kommt. 

"Nach den Erfahrungswerten von bisherigen Feuerwehrhausprojekten in der Steiermark kann man bei einem Feuerwehrhaus dieses Umfanges von Baukosten in der Höhe von ca. € 500.000,- ausgehen."

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir ersuchen, dieses Ergebnis zu respektieren und verweisen nochmals auf die allgemeinen Sparpläne seitens der Öffentlichkeit, welche von allen Beteiligten umgesetzt werden müssen.“  
(Auszüge aus dem Brief des Landesfeuerwehrkommandant A. Kern an BM Ök.-Rat F. Toblier. Die ganzen Briefe finden Sie weiter unten)



Gemeinde könnte sehr viel Geld sparen


Wenn man unseren Bürgermeister Herrn ÖK.-Rat Franz Toblier in seinem Vorwort (Gemeindezeitung Dez. 2010) glauben schenken darf, müssten nun alle Gemeindevertreter diese am 13. September vereinbarten Lösung zwischen Landesfeuerwehrkommendant und den Gemeindevertreter (Bürgermeister und Gemeindekassier) gut heißen, denn mit dieser Lösung würden in unserer Gemeinde  rund 1 Million Euro gespart werden! 

"Das Land ist finanziell ausgeblutet und kann nur mehr beschränkt helfen, vielmehr, es verlangt von den Gemeinden kostendeckende Abgaben bei Kanal, Wasser und Müll. Das sind schmerzliche Maßnahmen, denn unsere Gemeinde konnte in den letzten Jahren jährlich den durchschnittlichen Abgaben von ca. € 120.000,- vom ordentlichen Haushalt abdecken. Die Gemeinde ist angehalten, in allen Bereich zu sparen um ihren Aufgaben der Gegenwart und Zukunft gerecht zu werden."

(Auszug aus der Trabocher Gemeindezeitung Dez. 2010, Vorwort des Bürgermeisters)


* Link zur Trabocher Gemeindezeitung *





Fragwürdiges Projekt und Hoffnung für die Zukunft

Für uns freiwilligen Helfern ist es nicht nachvollziehbar, warum eine Gemeinde bzw. dessen Vertreter ein solches "Monsterprojekt" (Aussage von LBD A. Kern im Brief vom 6.Dez. 2010) mit allen Mitteln verwirklichen möchte.
  • Die FF Traboch-Timmersdorf möchte keine Zusammenlegung und benötigt kein neues Rüsthaus
  • Für die FF Madstein-Stadlhof ist das geplante Projekt nachweislich zu groß und könnte ein entsprechendes neues und vor allem ein kostengünstigeres Rüsthaus bekommen.
Wir, die Kameraden und Kameradinnen der FF Traboch-Timmersdorf würden uns für die Zukunft wünschen, dass unsere Nachbarwehr ein neues entsprechendes Rüsthaus bekommt und in der Gemeinde wieder Frieden einkehren würde. Wir haben es einfach satt uns in der Öffentlichkeit ständig rechtfertigen zu müssen und uns gegen eine Zwangszusammenlegung oder gegen ein "finanzielles Aushungern" seitens der Gemeinde zu wehren. Das ganze trägt nicht wirklich viel zur Motivation der freiwilligen Helfern bei. Wir möchten nichts anderes als unseren Feuerwehrdienst ausüben und für die Bevölkerung, für die Kameraden und alle die unsere Hilfe benötigen da zu sein. Wir machen diese Tätigkeit freiwillig und unentgeltlich. In unserer Organisation und Arbeit steckt auch sehr viel Herzblut. Wir möchten einfach das unsere Meinung akzeptiert wird, vor allem wenn es keinen einzigen Vorteil, der für dieses Projekt bzw. für eine Zusammenlegung sprechen würde, gibt. 
   
Gut Heil
Die Kameraden und Kameradinnen der FF Traboch-Timmersdorf



Briefe von LBD A. Kern und LH F. Voves zum Thema Rüsthausbau:



    Schöne Gästebucheintragung vom 21.2.2011

    Begeisterung ist das „Feuer“ das die Tatkraft schürt 

    Liebe freiwillige Feuerwehr Traboch-Timmersdorf 

    Begeisterungsfähigkeit ist eine sehr wichtige und nützliche Eigenschaft. Allein schon deshalb, weil sie uns den Schwung verleiht. Ohne Begeisterung wird nie etwas Großes zustande kommen. Begeisterung ist reine Energie, vor allem Handlungsenergie, sie ist die Quelle für Tatkraft, Mut und Ausdauer. Andere für etwas begeistern zu können - heute sagt man „motivieren“ - ist eine begehrte Führungseigenschaft im Feuerwehrleben. Man bringt die Feuerwehr auch gerne mit dem großen Kapitel „Nächstenliebe“ in Verbindung. Sie sind gegenüber dem Leid und Unglück unserer Mitmenschen aufgeschlossener, können und wollen überall helfen. Die Hilfsbereitschaft für Hilflose, die spontane Zuwendung zu anderen Menschen ist heutzutage vom Aussterben bedroht. Vor allem durch die Bazillen „Gleichgültigkeit, Gedankenlosigkeit und Gier.“ Die Gemeinde Traboch ist davon aus vielerlei Gründen befallen. Sie ist kälter und ärmer geworden, die gesamte Dorfgemeinschaft ist gespalten, das Interesse an gemeinsamen Veranstaltungen ist erlahmt. Ja es ist erschütternd, zu beobachten, wie eine gesamte Gemeindeführung die freiwillige Feuerwehr „freiwillig“ auf einmal Zwangs zusammenlegen will. Obwohl mehrere Jahre vor der Gemeinderatswahl immer und immer wieder versprochen wurde ihr könnt in Timmersdorf bleiben. Es bedarf daher großer Selbstbeherrschung, und auch großer Klugheit sich nicht mehr zu ärgern. 
    Ja alle sind von der Vorgangsweise enttäuscht, aber diese Enttäuschung darf nicht eure Aktivität zerstören, natürlich resigniert man, wenn immer nur eingeschlagen wird, jedoch diese unkluge Vorgangsweise ist sicher rechtlich nicht umsetzbar. 
    Noch dazu ist das Jahr 2011 das Jahr der Freiwilligentätigkeit, man will Organisationen noch mehr stärken, es soll die Arbeit gewürdigt und es sollen andere zum Mitmachen ermutigt werden. 
    Denkt daran ehrenamtliche Arbeit wird immer gewürdigt, - wenn es auch viele nicht so ausdrücken können, aber die, die euch schon in so manchen schwierigen Situationen gerufen haben und rufen werden, wissen sehr wohl, um welche Wertigkeit es bei der Feuerwehr geht - da bin ich mir absolut sicher. 
    Ich wünsche euch weiterhin ein aufgeschlossenes Klima für euer freiwilliges Engagement und von ganzem Herzen, dass ihr immer gesund von euren Einsätzen nach Hause kommt.



    Schöne Gedanken vom KleineZeitung Redakteur Andreas Schöberl in der Kleinen Zeitung vom 18.2.2011

    Fingerspitzengefühl

    In Traboch gehen die Wogen wegen der geplanten Zusammenlegung der beiden Feuerwehren hoch (siehe Bericht unten im Link Kleine Zeitung). Das Thema ist emotional stark besetzt. Auch auf der sachlichen Ebene gibt es unterschiedliche Standpunkte. Letztlich zählt nur die Frage, welche Lösung eine optimale Hilfestellung durch die Feuerwehr ermöglicht. Den Kameraden der einen Wehr anzukündigen, dass sie finanziell nur weiter unterstützt werden, wenn sie sich so entscheiden, wie es der Bürgermeister gerne hätte, hat nicht mehr viel von einer freien Wahl.

    Man kann davon ausgehen, dass alle Beteiligten das Beste für die Menschen in der Gemeinde wollen. In diesem Sinne kann die Devise nur heißen: Sich an einen Tisch zu setzen und Für und Wider in sachlichem Gespräch auszudiskutieren.

    Autor Andreas Schöberl



 



 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 

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